Presse: Existenzgründerin ist im Netz erfolgreich

Sächsische Zeitung 31.08.2011:

Tina Preussger hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Sie gestaltet Webseiten sogar für Kunden in den alten Bundesländern.

Vor dem Fenster von Tina Preussgers Arbeitszimmer sieht man sattes Grün soweit das Auge reicht. Weiter unten im Hof rauscht ein Bach vorbei. In ihrem Eigenheim im Dürrhennersdorfer Höllengrund hat sie sich ein Büro eingerichtet. "Ja, hier arbeitet es sich tatsächlich ganz nett", gibt sie lächelnd zu. Die 41-Jährige hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Seit mittlerweile fünf Jahren entwirft sie Internetseiten, zunächst nebenher, jetzt als Hauptberuf. Dieses Jahr feiert sie also mit ihrer Firma Cara Webb ein kleines Jubiläum.

Zu ihrem kreativen Hobby, mit dem die Mutter von zwei Kindern jetzt ihren Lebensunterhalt verdient, kam sie vor einigen Jahren. Gelernt hat sie einmal Zahntechnikerin, später arbeitete die 41-Jährige als Bürokauffrau. "Aber eine kreative Ader hatte ich schon immer und wollte mich nochmal beruflich verändern." Zur Auswahl standen damals Journalistik und Webdesign. Tina Preussger entschied sich für ein Fernstudium in Webdesign, erwarb 2008 ihren Abschluss. Seitdem ging alles schnell, Tina Preussger ist manchmal selbst überrascht über ihren Erfolg. Ihre Arbeit hat sich herumgesprochen – sogar bis in die alten Bundesländer. Selbst von dort erhält sie regelmäßig Aufträge. Nach Bielefeld, Berlin oder ins Allgäu, an den Bodensee oder nach Unterfranken zog es sie beruflich schon. "Das hatte ich gar nicht erwartet in der kurzen Zeit." Tina Preussger muss in Spitzenzeiten sogar mit anderen Webdesignern zusammenarbeiten.

Aber auch kleine und mittlere Unternehmen aus der Region, wie Bergquell Löbau oder Dürninger bauen auf die Arbeit der Existenzgründerin. Vereine, Schulen und Privatleute, die Hilfe bei ihrer Präsentation im weltweiten Netz brauchen gehören ebenso dazu. "Das ist ja das interessante an meinem Job", sagt Tina Preussger. Man erweitere seinen Horizont, beschäftigte sich mit so vielen verschiedenen Dingen, von der Hundezucht bis hin zu Sportvereinen. "Man muss sich reindenken, wie eine Firma, ein Verein funktioniert." Der schönste Auftrag, sagt die Dürrhennersdorferin, war eine Hochzeitsseite, die sie für eine Freundin gestaltete. Am meisten berührt hat sie die Arbeit an einer Homepage für eine Selbsthilfegruppe für die Angehörigen von Kindern mit Down Syndrom, beschreibt sie die Vielfältigkeit ihrer Arbeit. Bereut hat die junge Frau den Schritt in die Selbständigkeit bisher keine Minute. "Ich kann von zuhause aus arbeiten, das erfordert Selbstdisziplin, hat aber auch Vorteile." So könne sie unterm Tag auch mal für ihre Familie da sein. "Dafür verschiebt sich die Arbeitszeit oft in die Abendstunden und es bleibt weniger Zeit für andere Hobbys."

Das ist auch der ständigen Weiterbildung geschuldet. Denn das weltweite Netz und seine ständige Weiterentwicklung erfordert, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. So bietet die Dürrhennersdorferin jetzt ein ganz neues System an mit dem Kunden später nach einer Einweisung sogar selbst Inhalte ändern und ihre eigene Homepage bearbeiten können. "Das gibt es in der Region noch wenig", sagt Tina Preussger.

Quelle: [ -> Sächsische Zeitung] / Löbau 31.08.2011 / Romy Kühr